Pilgerlieder
Pilgerlieder auf dem Lebensweg
Pilgerlebenslieder

Siehe auch Jakobuslieder
Siehe auch Pilgerlieder des Weges
siehe auch Pilgerlieder in Glaubensliederbüchleins
Siehe auch Jakobusgebete
Siehe auch Wanderlieder
Siehe auch Pilgerlyrik

Adolf Friedrich Lampe, Mein Leben ist ein Pilgrimstand
Paul Gerhardt,
Ich bin ein Gast auf Erden
Georg Thurmair, Wir sind nur Gast auf Erden
Mrs. M.S.B.D. Shindler-Anon, Hier auf Erden bin ich ein Pilger
Cornelius Friedrich Adolf Krummacher ,
Stern, auf den ich schaue
Nikolaus Herman, In Gottes Namen fahren wir

Georg Neumark, Wer nur den lieben Gott lässt walten
Samuel Rodigast, Was Gott tut, das ist wohlgetan
Hans Waltersdorfer, Voll Vertrauen gehe ich
Josef Solzbacher, Mein Hirt ist Gott, der Herr
Sigmund von Birken, Lasset uns mit Jesus ziehen
Nikolus Ludwig von Zinzendorf ,
Jesus, geh voran
Gerhard Terstegen,
Kommt, Kinder lasst uns gehen

Kathi Stimmer-Salzeder, Herr, geh mit uns, wenn wir nach Hause gehn
Cornelius Becker, Wohl denen, die da wandeln -Psalm 119
Cornelius Becker, Ich heb mein Augen sehnlichst auf - Psalm 121
Paul Gerhardt, Befiehl du deine Wege -  Psalm 37,5
August  Hermann Franke, Nun aufwärts froh den Blick gewandt
Klaus Peter Herzsch, Vertraut den neuen Wegen
P. Heinrich Stummer aus Gars, Dir zu danken, Herr, ist meine Freude
(Verfasser unbekannt) Wechselnde Pfade, Schatten und Licht
Thomas Legler,
Unser Leben gleicht der Reise
Georg Ernè, Wie schwer und mühsam ist der Weg
Diethard Zils, Pilger sind wir Menschen
Wolfgang Wackerbauer; -Pilgerlied 1996- Ich komm aus einer großen Liebe
Max Huber + Peter Kiesewetter: Pilgerlied der katholischen Landjugend Bayerns: Immer auf dem Weg sein
Angelus Silesius,
Mir nach, spricht Christus, unser Held
Hedwig von Redern. Weiß ich den Weg auch nicht
Hanns Köblerg,
Ich möcht, dass einer mit mir geht
Christian Wittenberg Pilgerlied Lenke meine Füße

(
Aus einem Flüchtlingslager 16.06.1965; Verfasser unbekannt), Gebet für jeden Tag - wie ein altes Pilgerlied: Gib mir Kraft für jeden Tag
(Verfasser unbekannt) Wie drückend ist die Wüste
Spitta, Pilgerlied: In  der Angst will ich nicht klagen
Adolf Freiherr von Leutrum-Ertingen,
Pilgerlied:
Knaben sind Kohlen
Christian Reinhold , Todesspruch: "
Hier, wo sich die Straßen scheiden ..."
Erich Mühsam, Ich bin ein Pilger
Friedrich Schiller, Hier strecket der wallende Pilger

Sollte eine Notenveröffentlichung Urheberrecht verletzten,
entschuldige ich mich und
bitte ich um um sofortige Mitteilung,
so dass die Verletzung beseitigt wird.

 

Abkürzungen der Gesangsbücher:
GL = Gotteslob. Katholisches Gebets- und Gesangsbuch
EG = Evangelisches Gesangbuch. Ausgabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Bayern und Thüringen.
= Wohlauf auf Jakobs Straßen. Hymen, Gebete, Lieder und Reim-Gedichte der Jakobspilgerschaft.

Der Brauch des Pilgerns wurde  in der Reformation in allen evangelischen Gebieten ganz aufgegeben. In der Barockzeit verlor in katholischen Gebieten das Fernpilgern an Bedeutung bis herab zum Vergessen dieser Art des Wallens.
Für die evangelischen Christen brachte Pilgern keine Verdienste vor Gott ein und hielt auch den Christen von einem arbeitsamen und pflichtbewussten Leben ab. Als Idee blieb aber die Pilgerschaft lebendig.
Adolf Friedrich Lampe, damals reformierter Prediger in Bremen, schrieb 1719 den Text eines viel gesungenen Kirchenliedes, in dem es heißt:

PLmeinLeben.jpg (39672 Byte)

1. Mein Leben ist ein Pilgrimstand,
ich reise nach dem Vaterland,
nach dem Jerusalem, das droben.
Gott selbst als eine feste Stadt
auf  Bundesblut gegründet hat;
da werd ich meinen Gott stets loben.
Mein Leben ist ein Pilgrimstand,
ich reise nach dem Vaterland,

2. Der Sonne Glanz mir oft gebricht,
der Sonne, die mit Gnadenlicht,
in unverfälschte Herzen strahlet;
Wind, Regen stürmen auf mich zu,
mein matter Geist findt nirgends Ruh;
doch alle Müh ist schon bezahlet,
wenn ich das güldne Himmelstor
mir stell in Glaub und Hoffnung vor.

3. Israels Hüter, Jesu Christ,
der Du ein Pilgrim worden bist,
da Du mein Fleisch hast angenommen,
zeig mir im Worte deinen Tritt;
Lass mich bei einem jeden Schritt
zu deinem Heil stets näher kommen.
Mein Leben ist ein Pilgrimstand,
ich reise nach dem Vaterland,

4. Mein Leben ist ein Pilgrimstand,
ich reise nach dem Vaterland,
zu Dir, zu meinem Jesus droben.
Du machtets mir die Stätt' bereit,
Wo ich, nach allem Kampf und Leid,
stets ruhen soll und Dich, Herr, loben.
Mein Leben ist ein Pilgrimstand,
ich reise nach dem Vaterland.

5. Durch Deinen Geist, o Herr, mich leit',
gib mir im Kampf Beständigkeit,
vor Straucheln meinen Fuß beschütze.
Ich kann ja nichts hier ohne Dich,
drum stärke und bewahre mich.
Sei mir ein Schirm in Trübsalhitze.
Lass Deinen süßen Gnadenschein
mich auf dem öden Pfad erfreun.

6. Bin ich in diesem fremden Land
der blinden Welt auch unbekannt,
o Trost, Du bist es, der mich kennet.
Ich eil' zu Dir, um mit der Schar
der Heil'gen Dich dort immerdar
zu preisen - dort, wo nichts uns trennet.
Mein Jesus, komm, o bleib' nicht lang!
In dieser Fremde ist mir bang.

Die Pilgerschaft des Lebens wird nur noch geistlich verstanden. Das einzige Ziel ist die himmlische Herrlichkeit. Jesus Christus, "der du ein Pilgrim worden bist" soll mit seinem Wort dem Frommen die rechten Schritte zum Heil zeigen.
So endet schien fast mit einer blassen poetischen Denkfigur die Epoche der Wallfahrer, die einst so gläubig, opferbereit und lebensvoll über Europas Straßen zogen, beendet zu sein, bis mit der liturgischen Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts der Jakobusweg wieder in den Sinn kam, der gegen Ende des Jahrhunderts wieder ganz belebt wurde. Aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben die Bischöfe des Zweiten Vatikanischen Konzils die Spiritualität des Lebens als Pilgerschaft zu Gott hin wieder aufgenommen und vertieft
.

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Ich bin ein Gast auf Erden
[Text: Paul Gerhardt 1666/67.
Melodie: "0 Haupt voll Blut und Wunden"
EG 529]

Ich bin ein Gast auf Erden
und hab hier keinen Stand;
der Himmel soll mir werden,
da ist mein Vaterland.
Hier reis ich bis zum Grabe;
dort in der ewgen Ruh
ist Gottes Gnadengabe,
die schließt all Arbeit zu.

Was ist mein ganzes Wesen
von meiner Jugend an
als Müh und Not gewesen?
Solang ich denken kann,
hab ich so manchen Morgen,
so manche liebe Nacht
mit Kummer und mit Sorgen
des Herzens zugebracht.

Mich hat auf meinen Wegen
manch harter Sturm erschreckt;
Blitz, Donner, Wind und Regen
hat mir manch Angst erweckt;
Verfolgung, Haß und Neiden,
ob ich's gleich nicht verschuld't,
hab ich doch müssen leiden
und trafen mit Geduld.

So ging's den lieben Alten
(Alten = Glaubenszeugen),
an deren Fuß und Pfad
wir uns noch täglich halten,
wenn’s fehlt am guten Rat;
sie zogen hin und wieder,
ihr Kreuz war immer groß,
bis dass der Tod sie nieder
legt in des Grabes Schoß.

Ich habe mich ergeben
in gleiches Glück und Leid;
was will ich besser leben
als solche großen Leut?
Es muss ja durchgedrungen,
es muss gelitten sein;
wer nicht hat wohl gerungen,
geht nicht zur Freud hinein.

So will ich zwar nun treiben
mein Leben durch die Welt,
doch denk ich nicht zu bleiben
in diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straße,
die zu der Heimat führt,
da mich ohn alle Maße
mein Vater trösten wird.

Mein Heimat ist dort droben,
da aller Engel Schar
den großen Herrscher loben,
der alles ganz und gar
in seinen Händen traget
und für und für erhält,
auch alles hebt und leget,
wie es ihm wohlgefällt.

Zu dem steht mein Verlangen,
da wollt ich gerne hin;
die Welt bin ich durchgangen,
dass ich's fast müde bin.
Je länger ich hier walle,
je wen'ger find ich Freud,
die meinem Geist gefalle;
das meist ist Herzeleid.

Die Herberg ist zu böse,
der Trübsal ist zu viel.
Ach komm, mein Gott, und löse
mein Herz, wenn dein Herz will;
komm, mach ein seligs Ende
an meiner Wanderschaft,
und was mich kränkt, das wende
durch deinen Arm und Kraft.

Wo ich bisher gesessen,
ist nicht mein rechtes Haus.
Wenn mein Ziel ausgemessen,
so tret ich dann hinaus;
und was ich hier gebrauchet,
das leg ich alles ab,
und wenn ich ausgehauchet,
so scharrt man mich ins Grab.

Du aber, meine Freude,
du meines Lebens Licht,
du ziehst mich, wenn ich scheide,
hin vor dein Angesicht
ins Haus der ewgen Wonne,
da ich stets freudenvoll
gleich wie die helle Sonne
mit ändern leuchten soll.

Da will ich immer wohnen
- und nicht nur als ein Gast –
bei denen, die mit Kronen
du ausgeschmücket hast;
da will ich herrlich singen
von deinem großen Tun
und frei von schnöden Dingen
in meinem Erbteil ruhn.
 

Wir sind nur Gast auf Erden
[Text: Georg Thurmair 1935,
Mel.: Adolf Lohmann 1935, GL 656]

Wir sind nur Gast auf Erden
und wandern ohne Ruh,
mit mancherlei Beschwerden,
der ewigen Heimat zu.

Die Wege sind verlassen,
und oft sind wir allein,
in diesen grauen Gassen,
will niemand bei uns sein.

Nur einer gibt Geleite,
das ist der Herre Christ,
erwandert treu zur Seite,
wenn alles uns vergisst.

Gar manche Wege führen,
aus dieser Welt hinaus.
O dasss wir nicht verlieren,
den Weg zum Vaterhaus.

Und sind wir einmal müde,
dann stell ein Licht uns aus,
o Gott in deiner Güte;
dann finden wir nach Haus.

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Hier auf Erden bin ich ein Pilger
[Text: Mrs. M.S.B.D. Shindler-Anon
Mel.: Italienische Art]

1. Hier auf Erden bin ich ein Pilger,
und mein Pilgern, und mein Pilgern währt nicht lang;
O lass mich ziehen zu jenen Höhen,
wo Friedenspalmen auf ewig leben!

2. Wo die Sonne auf immer scheinet,
o wie sehn' ich mich, o wie sehn' ich mich dahin!
Ich bin ein Wand'rer in fremden Landen,
mein Herz ist traurig, mein Geist in Banden.

3. In dem Lande, zu dem ich gehe,
mein Erlöser, mein Erlöser ist das Licht.
Da ist ein kein Kummer und kein Verderben,
da ist kein Irren und auch kein Sterben

Stern, auf den ich schaue
[Text: Cornelius Friedrich Adolf Krummacher 1857
Mel.: Minna Koch 1897; in EG 407]

1. Stern, auf den ich schaue,
Fels auf dem ich steh,
Führer, dem ich traue,
Stab an dem ich geh,
Brot von dem ich lebe,
Quell an dem ich ruh,
Ziel, das ich erstrebe,
alles, Herr, bist du!.

2. Ohne dich, wo käme
Kraft und Mut mir her?
Ohne dich, wer nähme
meine Bürde, wer?
Ohne dich zerstieben
würden mir im Nu.
Glauben, Hoffen, Lieben
alles, Herr, bist du!

3. Drum so will ich wallen
meinen Pfad dahin,
bis die Glocken schallen
und daheim ich bin.
Dann mit neuem Klingen
jauchz ich froh dir zu:
nichts hab ich zu bringen,
alles, Herr, bist du!

 

In Gottes Namen fahren wir
[Text: Nikolaus Hermann (1560) 1562 nach einem Kreuzfahrerlied 12. Jh.
Mel.: 15. Jh., Erfurt 1524; in EG 498, in anderer Mel. GL 303,
]
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ReneisaanceFassung Huldreich Braetel
1. In Gottes Namen fahren wir,
Seine Ganden begehren wir,
nun helf' uns die Gotteskraft
und das Heiliggrab,
da Gott selber darin lag.
Kyrieleis, Christeleis, Kyrieleis;
Das helf' uns der Heilig' Geist
und die wahr' Gottes Stimm',
dass wir fröhlich fahren hin.
Kyrieleis.

2. Sanctus Petrus, der ist gut
der uns viel von seinen Ganden tut,
das gebeut ihm die Gottes Stimm',
fröhlich fahren wir hin.
Das helf' uns der Heilig' Geist
und die wahr' Gottes Stimm',
dass wir fröhlich fahren hin.
Kyrieleis.

3. Sanctus Jakobus, der ist gut,
der uns viel seiner Ganden tut,
das gebeut ihm die Gottes Stimm',
fröhlichen unverzeit (= unverzagt),
nun hilf uns, Maria reine Magd.
Das helf' uns der Heilig' Geist
und die wahr' Gottes Stimm',
dass wir fröhlich fahren hin.
Kyrieleis.

GL 303, 9-12
1. In Gottes Namen fahren wir,
auf seine Hilfe harren wir.
Die Frucht der Erde uns bewahr
und schenk uns ein gesegnet Jahr
Kyrieleis.

2.  In Gottes Namen fahren wir,
kein andren Helfer wissen wir.
Vor Krankheit Krieg und Hungersnot,
behüt uns, lieber Herre Gott.
Kyrieleis.

3.  In Gottes Namen fahren wir,
dein Reich, o Herr begehren wir.
Bewahr Dein Kirch vor falscher Lehr,
und unser Herz zur Wahrheit kehr
Kyrieleis.

4.  In Gottes Namen fahren wir,
dich allein, Herr, anbeten wir.
Vor allem Übel uns bewahr
und hilf uns zu der Heilgen Schar..
Kyrieleis.


GL 303, 1-4
1. In Gottes Namen fahren wir,
sein heil'ger Engel geh uns führ,
wie dem Volk in Ägyptenland,
das entging Pharaonis Hand.
Kyrieleis.

2. Herr, Du wollst uns Geleitsmann sein,
und mit uns gehen aus und ein
und zeigen alle Steig und Steg,
wehren dem Unfall auf dem Weg.
Kyrieleis.

3. So wird kein Berg noch tiefes Tal,
kein Wasser irrn uns überall;
froh kommen wir an unsern Ort,
wenn Du uns gnädig hilfest fort.
Kyrieleis.

4. Herr Christ, du bist der rechte Weg
zum Himmel und der ein'ge Steg;
hilf uns Pilgern ins Vaterland,
weil Du Dein Blut hast dran gewandt.
Kyrieleis.

 


 

Wer nur den lieben Gott lässt walten
[Text und Mel.: Georg Neumark 1657, hier in der Fasssung von J. S. Bach, GL 296, EG 369]
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1. Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott dem Allerhöchsten traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.

2. Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.

3. Sind, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
So wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

 

Was Gott tut, das ist wohlgetan;
[Text. Samuel Rodigast 1675 Mel.: Servatius Gastorius 1679,   GL 294; EG 372]
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1. Was Gott tut, das ist wohlgetan;
es bleibt gerecht sein Wille;
wie er fängt seine Sachen an,
will ich ihm halten stille.
Er ist mein Gott,
der in der Not
mich wohl weiß zu erhalten,
drum lass ich ihn nur walten.

2. Was Gott tut, das ist wohlgetan;
er wird mich nicht betrügen.
Er führet mich auf rechter Bahn,
so lass ich mir genügen
an seiner Hand und hab Geduld.
Er wird mein Unglück wenden,
es steht in seinen Händen.

3. Was Gott tut, das ist wohlgetan;
er ist mein Leben,
der mir nichts Böses gönnen kann,
ich will mich ihm ergeben
in Freud und Leid.
Es kommt die Zeit,
da öffentlich erscheinet,
wie treulich er es meinet.

4. Was Gott tut, das ist wohlgetan;
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn,
Not, Tod und Elend treiben.
So wird Gott mich ganz väterlich
in seinen Armen halten;
drum lass ich ihn nur walten.

Voll Vertrauen gehe ich
[Text: Hans Waltersdorfer, 1985,
Mel.: Hans Waltersdorfer, 1985
© Hans Waltersdorfer, A-8081 Heiligenkreuz a.W.., www.werkstatt-waltersdorfer.at.
Das Lied auf Pdf vom Verfasser Hans Waltersdorfer direkt:
]

Kv: Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott,
getragen von dem Traum, der Leben heißt.
Am Ende dieses Weges bist du selber dann das Ziel,
du, der das Leben ist.

1. Manchmal werden diesen Weg viele Menschen mit mir geh'n
und wir werden Hand in Hand dir entgegen zieh'n.
Dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen,
dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen.

2. Doch der Weg wird manchmal auch ein Stück durch die Wüste führ'n,
und dann ha' ich Angst davor, blind mich nur im Kreis zu dreh'n,
dann bitt' ich dich, o Gott, um Kraft zum Weitergeh'n,
dann bitt ich dich, o Gott, um Kraft zum Gehen.

3. Wenn du, Vater, mit mir gehst, kann der Weg nicht sinnlos sein,
wenn du an der Hand mich nimmst, weiß ich, ich bin nie allein.
Denn ich kann dir, o Gott, mein Leben anvertrau'n,
ich kann mit dir, o Gott, mein Leben wagen.

 

Mein Hirt ist Gott der Herr,
[Text: Josef Solzbacher (nach Caspar Ulenberg 1582  gemäß Psalm 23),
Mel.: Johannes Hatzfeld (nach Caspar Ulenberg 1582) GL, Diözesanteil München 823]

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1. Mein Hirt ist Gott der Herr,
er will mich immer weiden,
darum ich nimmermehr
kann Not und Mangel leiden;
er wird auf grüner Au,
so wie ich ihm vertrau,
mir Rast und Nahrung geben
und wird mich immerdar
an Wassern still und klar
erfrischen und beleben.

2. Er wird die Seele mein
mit seiner Kraft erquwicken,
wird durch den Namen sein,
auf rechte Bahn mich schicken;
und wenn aus blinder Wahl
ich auch im finstern Tal,
weitab mich sollt verlieren,
so fürcht ich dennoch nicht;
ich weiß mit Zuversicht,
du Herr, du wirst mich führen.

3. Du wirst zur rechten Zeit
den Hirtenstab erheben,
der allzeit ist bereit,
dem Herzen Trost zu geben.
Dazu ist wunderbar
ein Tisch mir immerdar
von dir, o Herr, bereitet,
der mir die Kräfte schenkt,
wann mich der Feind bedrängt,,
und mich zum Siege leitet.

4. Du hast mein Haupt getränkt,
gesalbt mit Freudenöle,
den Kelch mir eingeschenkt,
hoch voll zur Lust der Seele.
Herr, deine Gütigkeit
wird durch des Lebens Zeit,
mich immer treu begleiten,
dass ich im Hause dein,
fest möge wohnhaft sein
zu ewiglichen Zeiten.

Lasset uns mit Jesus ziehen (Nur 1. Strophe) EG 384
[Text: Sigmund von Birken 1653; Mel: Johann Schop 1641]

1. Lasset uns mit Jesus ziehen,
seinem Vorbild folgen nach,
in der Welt der Welt entfliehen
auf der Bahn, die er uns brach,
immerfort zum Himmel reisen,
irdisch (noch schon = org.) und auch himmlisch sein,
glauben recht und leben rein,
in der Lieb den Glauben weisen.
Treuer Jesus, bleib bei mir,
gehe vor, ich folge dir.

Jesus, geh voran EG 391
[Text: Nikolus Ludwig von Zinzendorf (1721) 1725, London 1753, bearbeitet von Christian Gregor 1778;
Mel: Adam Drese 1698]

1. Jesus, geh voran, auf der Lebensbahn!
Und wir wollen nicht verweilen,
dir getreulich nachzueilen;
führ uns an der Hand
bis ins Vaterland.

2. Soll's uns hart ergehn,
lass uns feste steh'n,
und auch in den schwersten Tagen
niemals über Lasten klagen.;
denn durch Trübsal hier
geht der Weg zu dir.

3. Rühret eigner Schmerz
gar sehr unser Herz;
kümmert uns ein fremdes Leiden,
o so gib Geduld zu beiden;
richte unseren Sinn
auf das Ende hin.

4. Ordne unsern Gang,
Jesus lebenslang.
Führst du uns durch rauhe Wege,
gib uns auch die nöt'ge Pflege;
tu uns nach dem Lauf
deine Türe auf.

Kommt, Kinder, lasst uns gehen EG 393
[Text: Gerhard Terstegen 1738; Mel: Heinrich Schütz 1628]

Str. 4, 8, 9 + 10 1. Kommt Kinder, lasst uns gehen,
der Abend kommt herbei;
es ist gefährlich stehen
in dieser Wüstenei.
Kommt stärket euren Mut,
zur Ewigkeit zu wandern
von einer Kraft zur anderen;
es ist das Ende gut,
es ist das Ende gut.

2. Es soll uns nicht gereuen
der schmale Pilgerpfad;
wir kennen ja den Treuen,
der uns gerufen hat.
Kommt, folgt und trauet dem;
ein jeder sein Gesichte
mit ganzer Wendung richte
fest nach Jerusalem,
fest nach Jerusalem.

3. Geht's der Natur entgegen,
so geht's gerad und fein;
die Fleisch und Sinnen pflegen,
[immer] noch schlechte Pilger sein.
Verlasst die Kreatur
und was euch sonst will binden;
lasst gar euch selbst dahinten,
es geht durchs Sterben nur,
es geht durchs Sterben nur.

4. Man muss wie Pilger wandeln,
frei, bloß und wahrlich leer;
viel sammeln, halten, handeln
macht unsern Gang nur schwer.
Wer will, der trag sich tot;
wir reisen abgeschieden,
mit wenigem zufrieden;
wir brauchen's nur zur Not,
wir brauchen's nur zur Not.

5. Schmückt euer Herz aufs beste,
sonst weder Leib noch Haus;
wir sind hier fremde Gäste
und ziehen bald hinaus.
Gemach bringt Ungemach;
ein Pilger muss sich schicken,
sich dulden und sich mühen (bücken)
den kurzen Pilgertag,
den kurzen Pilgertag.

6. Kommt, Kinder lasst uns wandern,
wir gehen Hand in Hand;
eins freuet sich am Andern
in diesem wilden Land.
Kommt, lasst uns kindlich sein,
uns auf dem Weg nicht streiten;
die Engel selbst begleiten
als Brüder unsere Reihn,
als Brüder unsere Reihn.

7. Sollt ein Schwacher fallen
so greif der Stärkre zu;
man trag, man helfe allen,
man pflanze Lieb und Ruh
Kommt, bindet fester an;
ein jeder sei der Kleinste,
doch auch wohl gern der Reinste
auf unsrer Liebesbahn,
auf unsrer Liebesbahn.

8. Kommt, lasst uns munter wandern,
der Weg kürzt immer ab
ein Tag, der folgt dem ändern,
bald fällt das Fleisch ins Grab.
Nur noch ein wenig Mut,
nur noch ein wenig treuer,
von allen Dingen freier,
gewandt zum ewgen Gut,
gewandt zum ewgen Gut.

9. Es wird nicht lang mehr währen,
halt' noch ein wenig aus;
es wird nicht lang mehr währen,
so kommen wir nach Haus;
da wird man ewig ruhn,
wenn wir mit allen Frommen
heim zu dem Vater kommen;
wie wohl, wie wohl wird's tun,
wie wohl, wie wohl wird's tun.

10. Drauf wollen wir's denn wagen,
es ist wohl wagenswert,
und gründlich dem absagen,
was aufhält und beschwert.
Welt, du bist uns zu klein;
wir gehn durch Jesu Leiten
hin in die Ewig-keiten:
es soll nur Jesus sein,
es soll nur Jesus sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herr, geh mit uns, wenn wir nach Hause gehn.
[Text und Mel.: Kathi Stimmer-Salzeder]
PLHerrgeh.jpg (27180 Byte)

1. Herr, geh mit uns, wenn wir nach Hause gehn.
Herr geh mit uns, hinaus in die Welt.
Herr geh mit uns, dass es alle sehn,
dass du Herr, in uns lebst.

1a. (Herr, geh mit uns, wenn wir auf dem Wege gehn.
Herr geh mit uns, hindurch durch die Welt.
Herr geh mit uns, dass es alle spürn,
dass du Herr, in uns lebst.)

2. Du hast uns, Herr, reich beschenkt mit Deinem Wort.
Du hast uns, Herr, liebevoll gedeckt Deinen Tisch.
Du hast uns, Herr, Deinen Segen geschenkt
und lebst nun, Herr, in uns.

3. Wenn wir nun gehn, soll es nicht wie gestern sein.
Wenn wir nun gehn, soll's ein neuer Anfang sein.
Wenn wir nun gehn, willst Du mit uns gehn,
weil du, Herr, das Leben bist.

4. Herr, geh mit uns, wenn wir nach Hause gehn.
Herr geh mit uns, hinaus in die Welt.
Herr geh mit uns, dass es alle sehn,
dass du Herr, in uns lebst.

 

Wohl denen, die da wandeln - Psalm 119
[Text: nach Cornelius Becker (1602); Mel.: Heinrich Shütz (1661) GL 614; EG 295]

1. Wohl denen, die da wandeln
vor Gott in Heiligkeit,
nach seinem Worte handeln
und leben allezeit.
Die recht von Herzen suchen Gott
und seiner Weisung folgen,
sind stets bei ihm in Gnad.

2. Lehr mich den Weg zum Leben,
führ mich nach Deinem Wort,
so will ich Zeugnis geben
von Dir, mein Heil und Hort.
Durch Deinen Geist , Herr, stärke mich,
dass ich Dein Wort festhalte,
von Herzen fürchte Dich.

3. Dein Wort, Herr, nicht verheget;
es bleibet ewiglich,
so weit der Himmel gehet,
der stets beweget sich.
Dein Wahrheit bleibt zu aller Zeit
gleichwie der Grund der Erde,

durch Deine Hand bereit'.

Ich heb mein Augen sehnlich auf  -  Psalm 121
[Text: nach Cornelius Becker (1602); Mel.: Heinrich Shütz (1661) EG 296]

1. Ich heb mein Augen sehnlich auf
und seh die Berge hoch hinauf,
wann mir mein Gott vom Himmelthron
mit seiner Hilf zu starten komm.

2. Mein Hilfe kommt mir von dem Herrn,
er hilft uns ja von Herzen gern;
Himmel und Erd hat er gemacht,
hält über uns die Hut und Wacht.

3. Er führet dich auf rechter Bahn,
wird deinen Fuß nicht gleiten lan;
setz nur auf Gott dein Zuversicht;
der dich behütet, schläft nicht.

4. Der treue Hüter Israel'
bewahret, dir dein Leib und Seel;
er schläft nicht, weder Tag noch Nacht,
wird auch nicht müde von der Wacht.

5. Vor allem Unfall gnädiglich
der fromme Gott behütet dich;
unter dem Schatten seiner Gnad
bist du gesichert früh und spat.

6. Der Sonne Hitz, des Mondes Schein
sollen dir nicht beschwerlich sein.
Gott wendet alle Trübsal schwer
zu deinen Nutz und seiner Ehr.

7. Kein Übel muss begegnen dir,
des Herrren Schutz ist gut dafür,
in Gnad bewahrt er deine Seel
vor allem Leid und Ungefäll.

8. Der Herr dein' Ausgang stets bewahr,
sind Weg und Steg auch voll Gefahr,
bring dich nach Haus in seim Geleit
von nun an bis in Ewigkeit.

 

Befiehl du deine Wege -  Psalm 37,5
[Text: Paul Gerhardt (1663); Mel.: Bartholomäus Gesisus (1603)  EG 361]
nur erste Strophe ist Thema Weg -Pilgerlied

Nun aufwärts froh den Blick gewandt. EG 394
[Text: August  Hermann Franke 1889;
Mel.: Johann Crüger 1653 nach Pierre Davantes 1652 (Nun danket all und bringet Ehr)]

1. Nun aufwärts froh den Blick gewandt
und vorwärts fest den Schritt!
Wir gehn an unsers Meisters Hand,
und unser Herr geht mit.

2. Vergesset, was dahinten liegt
und euern Weg beschwert;
was ewig euer Herz vergnügt,
ist wohl des Opfers wert.

3. Und was euch noch gefangen hält,
o werft es von euch ab!
Begraben sei die ganze Welt
für euch in Christi Grab.

4. So steigt ihr frei mit ihm hinan
zu lichten Himmelshöhn.
Er uns vorauf, er bricht uns Bahn -
wer will ihm widerstehn?

5. Drum aufwärts froh den Blick gewandt
und vorwärts fest den Schritt!
Wir gehn an unsers Meisters Hand,
und unser Herr geht mit.

 

 

Vertraut den neuen Wegen,
[Text: Klaus Peter Herzsch (1989) Mel: "Lob Gott getrost mit Singen" EG 395]
PLVertraut.jpg (34536 Byte)

1. Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: Sich regen,
weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen
am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen
in das gelobte Land.

2. Vertraut den neuen Wegen
und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen
für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten,
das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten,
wo er uns will und braucht.

3. Vertraut den neuen Wegen,
auf die uns Gott gesandt,
Er selbst kommt uns entgegen.
Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen
in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen.
Das Land ist hell und weit.

Dir zu danken, Herr, ist meine Freude
[Ursprung: Pfingsten 1977 in Assisi, aufgeschrieben in Italienisch von Padre Bernardino,
 Text 1.+3. Str.: P. Heinrich Stummer von Gars, 2. Str.: Maximilian Bogner
Mel: P. Heinrich Stummer von Gars]

1. Dir zu danken, Herr ist meine Freude,
für die Dinge, die sind auf der Erde,.
Für das Leben, das du mir gegeben,
für die Liebe, die du täglich mir schenkst.
Halleluja, o Gott, der die Welt erschuf.
Halleluja, Herr dir will ich danken.
Halleluja, o Gott, der mich liebt.

2. All die Wege, Herr, die du mich führest,
all die Freuden, die ich darf erleben,
all die Härten, die ich überwinde:
Dank dir Jesus, der du alles mir schenkst.
Halleluja, Herr, dir will ich danken,
Halleluja, o Gott, der die Welt erschuf.
Halleluja, Herr ,dir will ich danken,
Halleluja, o Gott, der mich liebt.


3. Wenn am Himmel die Sonne entschwindet:
auch im Dunkel bist du, Herr, bei mir.
Alle Wege wirst du mit mir gehen,
bis ich finde meine Heimat bei dir.
Halleluja, o Gott, der die Welt erschuf.
Halleluja, Herr dir will ich danken.
Halleluja, o Gott, der mich liebt.

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht (Kanon)
[Verfasser von Text und Mel. unbekannt]
PLWechsPfad.jpg (42913 Byte)

Unser Leben gleicht der Reise
[Ott. Thomas Legler, 1782-1835, (Kt. Glarus) am 28. Nov. 1812 an der Beresina angestimmt.
Ist zum Volkslied geworden]

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1. Unser Leben gleicht der Reise
eines Wandrers in der Nacht.
Jeder hat in seinem Gleise
etwas, das ihm Kummer macht.

2. Aber unerwartet schwindet
vor uns Nacht und Dunkelheit,
und der Schwerbedrückte findet
Linderung in seinem Leid.

3. Darum lasst uns weitergehen,
weichet nicht verzagt zurück!
Dort in jenen fernen Höhen
wartet unser noch ein Glück.

4. Mutig, mutig, liebe Brüder,
gebt die bangen Sorgen auf:
morgen geht die Sonne wieder
freundlich an dem Himmel auf.

Wie schwer und mühsam ist der Weg
[Text: Georg Ernè (1826-1883), Mel: Alexander Reinagle (1799-1877)
©  1991 Beröa-Verlag Zürich]


1. Wie schwer und mühsam ist der Weg,
wie fern scheint mir das Ziel,
wenn ich nicht alles auf dich leg,
 sei`s wenig oder viel.

2. Mit dir mein Jesus, ist es gut
durchs Pilgerland zu ziehn;
du nimmst mich ja in deine Hut,
nimmst alle Sorgen hin.

3. Von ganzem Herzen dank ich dir,
dein Sorgen ist genug;
wirk du Vertrauen stets in mir,
Ergebung sonder Trug.

4. Gib, dass dich durch Glauben ehr
in dieser armen Welt;
zu deinem Lobe du vermehr
in mir, was dir gefällt.

5. Wenn du in jenen selgen Ort
mich sicher heimgebracht,
rühm ich gewiss mit allen dort;
"Herr, du hast`s wohl gemacht!"

Pilger sind wir Menschen
[Text: Str. 1+5 Diethard Zils; Str. 2-4 Gerhard Feischer, Winterthur; Mel: Sir Edward Elgar (1902)]

ursprünglicher Text:

1. Pilger sind wir Menschen, suchen Gottes Wort -
Unerfüllte Sehnsucht treibt uns fort und fort.
Wer hört unsre Bitte, wer will bei uns sein? -
Komm in unsere Mitte, Herr, tritt bei uns ein!
Komm in unsere Mitte, Herr, tritt bei uns ein!

2. Jesu, Auferstandener, Sieger über den Tod;
sprengtest alle Banden, unsrer Schuld und Not!
Trat'st der alten Schlange Sündenkopf entzwei:
Nicht mehr macht uns bange, Du, Herr, machst uns frei!
Jesus, Kraft des Lebens, Du, Herr, machst uns frei!

3. Jesus, unser Bruder, nah in aller Not;
überwandest das Böse, überwandest den Tod!
Höre unsere Bitte, segne unser Brot!
Lenke unser Schritte, bleib uns täglich nah'!
Jesus, du Erlöser, Quell der Liebe, beib' da!

4. Wir in deinen Händen: ein erlöst Geschlecht;
lässt zum Vater uns finden; schenkst uns Gnad' vor Recht!
Lob sei Dir und Ehre, Jubel, Dank Dein Lohn!
Dass in Jesus Christus Du uns schenkst den Sohn!
Komm in unsre Mitte, Quell der Liebe komm!

5. Menschen auf dem Wege, Frieden suchen wir,
unerfüllte Sehnsucht, überall und hier.
Wer hört unsere Bitte und den Ruf. "Schalom"?
Komm in unsere Mitte, Gott der Friedens komm!
Komm in unsere Mitte, Gott des Friedens, komm!

Text der deutschen Wehrmachts-Seelsorge

1. Pilger sind wir Menschen, suchen Gottes Wort -
Unerfüllte Sehnsucht treibt uns fort und fort.
Wer hört unsre Bitte, wer will bei uns sein? -
Komm in unsere Mitte, Herr in Brot und Wein!
Komm in unsere Mitte, Herr in Brot und Wein!

2.
Menschen auf dem Wege, Frieden suchen wir,
unerfüllte Sehnsucht, überall und hier.
Wer hört unsere Bitte und den Ruf. "Schalom"?
Komm in unsere Mitte, Gott der Friedens komm!
Komm in unsere Mitte, Gott des Friedens, komm!

3. Gottes Volk kann siegen über Hass und Streit.
Stärker als Gewalttat ist Gerechtigkeit.
Tausendmal getreten, tausendmal verlacht,
doch nun strahlt die Hoffnung neu in unsre Nacht,
doch nun strahlt die Hoffnung neu in unsre Nacht

4. Land der großen Hoffnung, Zukunft, die uns winkt,
Gott ist unsre Mitte, Sonne, die nicht sinkt.
Gott schenkt uns Vertrauen und ein Arbeitsfeld.
Er will mit uns bauen eine neue Welt,
Er will mit uns bauen eine neue Welt..


 

Ich komm aus einer großen Liebe
- Pilgerlied 1996 -
[Text: u. Mel. Wolfgang Wackerbauer]

Kehrvers:  Ich komm aus einer großen Liebe,
bin geplant und gewollt schon vor aller Zeit.
Gottes gute Hand geleitet mich
auf den Wegen meines Erdenlebens.
Und Tag für Tag, Nacht für Nacht,
Stück für Stück, Schritt für Schritt gehe ich,
seiner großen Liebe entgegen.

1. Als Kind da lebt' ich unbeschwert,
dann hat das Leben mich gelehrt,,
zu tragen gibt es manche Last,
manchmal in großer Hast;
denn Freud und Leid wechselten im Nu,
Enttäuschung kam auch auf mich zu.
Wenn meine Mitte ich erreicht,
schafft' ich die Mühen leicht.

2. Ich stell mich immer darauf ein:
das Glück kann nie von Dauer sei.
Auch wenn mein Herz den Tränen nah,
bin ich für die andren da.
Noch hab ich Kraft und schaffe viel,,
doch auch wenn's nicht mehr gehen will:
aus Gnade leb ich jeden Tag,
dafür ich Danke sag.

3. Am Ende meiner Lebenszeit
erwartet mich die Ewigkeit,
die Grenzen lass ich hinter mir,
und komm, mein Gott, zu Dir.
Mein Leben, das oft dunkel war,
seh ich Dir dann hell und klar,
ob Scherben oder Meisterstück,
ich schenk es Dir zurück.

Pilgerlied der katholischen Landjugend Bayerns
[Text: Max Huber; Mel: Peter Kiesewetter]

1. Immer auf dem Weg sein, menschliches Geschick:
uferlose Sehnsucht, grenzenloses Glück,
Jagen nach dem Leben, Forschen nach dem Sinn.
Welchem Ziel entgegen treiben wir dahin?
KV: Alle Wege weisen uns auf Christus hin,
      der als "Weg und Wahrheit" unsere Straßen ging.

2. Wer nicht ständig aufbricht, der verfehlt die zeit,
der lebt noch im Ghetto der Vergangenheit.
Unser Gott ist Zukunft, er geht uns voran,
er ist uns Verheißung wie dem Abraham. -

3. Immer auf dem Weg sein, ist nicht sehr bequem,
führt der Weg von Jericho nach Jerusalem.
Öl in andrer Wunden? Wenig ist getan,
fangen wir nicht Straßen neu zu bauen an. -

4. An den Hecken, Zäunen, warten ihrer viel,
kennten noch nicht Christus, wissen sich kein Ziel,
warten bis da einer zügelt seinen Schritt
und als seine Brüder nimmt im Glauben mit. -

5. Auf dem Weg des Glaubens eine brach die Bahn,
Maria, die geglaubt hat, sie ging uns voran.
All ihr Wesen mahnt uns: tut, was ER euch sagt!
Gott führt den zum Ziel, der alles für ihn wagt. -

Mir nach, spricht Christus, unser Held
[Text: Angelus Silesius (Johann Scheffler) 1668;
Mel.: Bartholomäus Gesius 1605 und Johann Hermann Schein 1628; GL 616 ; EG 385]
[Anmerkung: "Welt" in Strophe 1  wird vom Dichter hier als Begriff des Gottwidrigen verwendet (vgl. 1. Johannesbrief 2,15-17).
Angelus will mit dem Text micht Weltfucht predigen, sondern die Nachfolge Jesu in der Welt.
Der Begriff "Seeele" in der 4. Stroßhe ist gleichbedeutend mit dem Begriff des " Lebens" (vgl. Matthäus 10,38-39)
Das Wort mir nach ist ein Jesuswort aus Matthäus 16, 24-25,
Das Wort "Ich bin das Licht" ist aus Johannes 8,12 und Johannes 14,6]
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1. "Mir nach", spricht Christus, unser Held,
"mir nach, ihr Christen alle!
Verleugnet Euch, verlasst die Welt,
folgt meinem Ruf und Schalle;
nehmt Euer Kreuz und Ungemach
auf euch, folgt meinem Wandel nach.

2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für,
mit heil'gem Tugendleben;
wer zu mir kommt und folget mir,
darf nicht im Finstern schweben.
Ich bin der Weg, ich weise wohl,
wie man wahrhaftig wandeln soll.

3. Ich zeig euch das, was schädlich ist,
zu fliehen und zu meiden,
und euer Herz von arger List
zu rein'gen und zu scheiden.
Ich bin der Seelen Fels und Hort
und führ euch zu der Himmelspfort.

4. Fällst euch zu schwer, ich geh voran,
ich steh auch an der Seite.
Ich kämpfe selbst,
ich brech' die Bahn,
bin alles in dem Streite.
 Ein böser Knecht, der still kann stehn,
sieht er voran den Feldherrn gehn.

5.Wer seine Seel zu finden meint,
wird sie ohn mich verlieren.
Wer sie um mich verlieren scheint,
wird sie nach Hause führen.
Wer nicht sein Kreuz nimmt und mir folgt,
ist mein nicht wert und meiner Zier.

6. So lasst uns denn dem lieben Herrn
mit unserm Kreuz nachgehen
und wohlgemut, getrost und gern
in allen Leiden stehen.
Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron
des ewgen Lebens nicht davon.

Weiß ich den Weg auch nicht
[
Text: Hedwig von Redern, 1866; Mel.: John Bacchus Dykes, 1868]

 

Ich möcht, dass einer mit mir geht
[Text und Mel.: Hanns Köbler (1964), EG 209]
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Ich möcht, dass einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht', dass einer mit mir geht.

Ich wart, dass einer mit mir geht,
der auch im Schweren zu mir steht,
der in den dunklen Stunden mir verbunden.
Ich möcht', dass einer mit mir geht.

Ich möcht, dass einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann begleiten.
Es heißt, dass einer mit mir geht.

Sie nennen ihn den Jesus Christ,
der durch den Tod gegangen ist,
er will durch Leid und Freuden mich geleiten.
Ich möcht', dass einer mit mir geht.

Lenke meine Füße, Herr   ----   Pilgerlied
 [Text: Christian Wittenberg; Mel: nach, „Salve virgo virginum“]
 

  Lenke meine Füße, Herr, dass ich sicher gehe.
Öffne meine Augen, Herr, dass den Weg ich sehe.
Öffnest Du das Herz mir, Herr, spür ich Deine Nähe!
Du bist Weg und Ziel!

Gib mir Mut und gib mir Kraft, lass mich nicht verzagen,
auf der großen Pilgerschaft und an allen Tagen,
die ich neu mich aufgerafft, allzeit Lob Dir sagen!
Du bist Weg und Ziel!

Wenn am End des Wegs ich bin, lass mich, Herr, Dir danken,
bei Dir sein mit Herz und Sinn, Wünschen und Gedanken!
Lass mich ruhen fest in Dir, und von Dir nicht wanken,
Du bist Weg und Ziel!

 

Gib mir Kraft für jeden Tag
Gebet für jeden Tag
- Wie ein altes Pilgerlied
[
Text: R. Lehman-Fihlés in einem Flüchtlingslager vor 1945; Mel: Paul Ernst Ruppel 1977]

1. Gib mir die Kraft für einen Tag,
Herr ich bitte nur für diesen,
dass mir werde zugewiesen,
was ich heute brauchen mag.


2. Jeder Tag hat seine Last,
jeder Tag bringt neue Sorgen,
und ich weiß nicht, was für morgen,
du mir Herr beschieden hast.


3. Aber eines weiß ich fest:
dass mein Gott, der seine Treue
täglich mir erwies aufs neue,
sich auch morgen finden lässt.

4. Gib mir heute deinen Geist,
dass das Band werd stark erfunden
das mich hält mit dir verbunden,
und bis morgen nicht zerreißt.

5. Und so will ich meine Bahn
ohne Sorgen weiter schreiten
Du wirst Schritt für Schritt mich leiten,
bis der letzte Schritt getan.

6. Gib mir Kraft für einen Tag,
Herr ich bitte nur für diesen,
dass mir werde zugewiesen,
was ich heute brauchen mag.

 

Wie drückend ist die Wüste

Wie drückend ist die Wüste, der Weg so öd und hart.
So einsam oft die Reise, so rauh die Pilgerfahrt.
Getrost, du müder Pilger, bald ist das Ziel erreicht.
Des ewigen Morgens Röte sich schon am Himmel zeigt.

Getrost, bald ruhst du droben von allen Mühen aus,
bald führt der Herr und Heiland dich heim ins Vaterhaus.
Drum will dein Fuß ermüden, brennt heiß der Sonne Glut,
so blick hinauf zum Ziele, das gibt dir neuen Mut.

Und sieh, des Herren Güte ist alle Morgen neu,
ob Freund, ob Bruder weichen, - Er bleibt dir immer treu.
Er kann dich niemals täuschen, Er lässt dich nie allein.
Er schenkt trotz aller Feinde den Becher dir voll ein.

Er fühlt wie keiner fühlet mit dir auch jeden Schmerz,
Enttäuschung, Kummer, Sorgen – Er kennt dein banges Herz.
Er schenkt den Schwachen Stärke, den Müden – neue Kraft.
Er wird auch dich nicht lassen auf deiner Pilgerschaft.

Harr aus, du müder Pilger, bald ist das Ziel erreicht,
des ewigen Morgens Röte sich schon am Himmel zeigt.
Harr aus! Die Wüstenreise nimmt täglich, stündlich ab,
auf seligen Friedensauen ruht bald dein Pilgerstab.

PILGERLIED
[Spitta]

In der Angst der Welt will ich nicht klagen,
will hier keine Ehrenkrone tragen,
wo mein Herr die Dornenkrone trug;
will hier nicht auf Rosenpfaden wallen,
wo man Ihn, den Heiligsten von allen,
an den Stamm des Sünderkreuzes schlug.

Gib mir, Herr, nur für die Lebensreise
Deine Wahrheit, die den Weg mir weise,
und den Geist, der diesen Weg mich führt!
Gib ein Herz, das gern sich führen lasse
auf der graden, schmalen, steilen Strasse,
die dein heiliger Fuß einst selbst berührt!

Mache mich im Glauben immer treuer,
und des Glaubens Frucht, das heilige Feuer
ungefärbter Liebe, schenke mir!
Ohne sie könnt ich nicht vorwärts schreiten;
zu der Liebe kann nur Liebe leiten;
sie nur führt mich durch die Welt zu Dir.

PLAFreiherr.jpg (19910 Byte)

Todesspruch:
Christian Reinhold (1812-1856)

Hier, wo sich die Straßen scheiden -,
wo nun gehn die Wege hin?
Meiner ist der Weg der Leiden,
des ich immer sicher bin.

Wanderer, die des Weges gehen,
fragen freundlich: "Wo hinaus"?
Keiner wird mich doch verstehen,
sag ich ihm, wo ich zu Haus.

Reiche Erde, arme Erde,
hast du keinen Raum für mich?
Wo ich einst gegraben werde,
an der Stelle lieb' ich dich.


Ich bin ein Pilger ...
[Erich Mühsam, 1904]

Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;
der Feuer sieht und weiß nicht, wo es brennt;
vor dem die Welt in fremde Sonnen rennt.

Ich bin ein Träumer, den ein Lichtschein narrt;
der in dem Sonnenstrahl nach Golde scharrt;
der das Erwachen flieht, auf das er harrt.

Ich bin ein Stern, der seinen Gott erhellt;
der seinen Glanz in dunkle Seelen stellt;
der einst in fahle Ewigkeiten fällt.

Ich bin ein Wasser, das nie mündend fließt;
das tauentströmt in Wolken sich ergießt;
das küsst und fortschwemmt ­ weint und froh genießt.

Wo ist, der meines Wesens Namen nennt?
Der meine Welt von meiner Sehnsucht trennt?
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt.

Hier strecket der wallende Pilger
[Text Friedrich Schiller (1759-1805) aus "Elysium"
vertont von Franz Peter Schubert (1797-1828)]

Hier strecket der wallende Pilger die Matten
Brennenden Glieder in säuselnden Schatten,
Leget die Bürde auf ewig dahin -
Seine Sichel entfällt hier dem Schnitter,
Eingesungen von Harfengezitter
Träumt er, geschnittene Halme zu sehn.

 

 


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